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Spiritualität | Rituale sind seit Urzeiten Teil unseres Lebens | Werner Mikota

 

Was sind Rituale überhaupt?

Rituale sind Teil des menschlichen Lebens seit Urzeiten. Verändern und stabilisieren, verbinden und lösen, wachsen und reifen, verkörperlichen und transzendieren, alle wichtigen menschlichen Bewegungen und Regungen gewinnen in einem Ritual an Tiefe. Durch das bewusste Inszenieren und Gestalten von Zeit und Raum in einem Handlungsablauf wird ein Erlebnis geschaffen, das menschliches Bewusstsein erweitert.

Rituale - zum Beispiel das Jahreszeitenfest
das wiederkehrende Licht an der Wintersonnenwende begrüßen

Rituale - zum Beispiel die Eröffnung
öffnen - danken - einladen - berichten - nach außen treten

Rituale - zum Beispiel die Konfliktlösung
die Scherben des Haufens in der Mitte benennen und entfernen

Rituale - zum Beispiel der Abschied
den gemeinsamen Lebensweg würdigen - danken - entschuldigen - verabschieden

Und - wozu dienen sie?

Das Leben feiern - Wandel unterstützen - Beziehungen stärken - Ausdruck geben, Verkörperlichen von geistig-seelischen Ereignissen befreit und bindet, befreit durch die Unterstützung des Wandels, verbindet Menschen, die daran teilhaben.
Rituale sind sinnliche Ereignisse, die Kraft und Vertrauen fördern, Bewusstsein schaffen. Sie sind einmalig oder sie sind bewusste Gewohnheiten. Sie helfen klare Übergänge zu vollziehen und die eigenen Kräfte auf den Moment zu konzentrieren. Innen und außen schwingen zusammen.
Rituale scheinen zu unserem Menschsein zutiefst dazuzugehören. Rituale bauen Gemeinschaft auf und werden andererseits auch von ihr getragen. Wenn die Bedeutung von Ritualen in einer Kultur abnimmt, steigt oft die Orientierungslosigkeit.
Wir können uns ganz eigene oder familienbezogene Rituale schaffen. Rituale dienen dazu, innere Prozesse durch rituelle Handlungen im Außen sichtbar zu machen. Die stille Sprache der Symbolik fördert unser Verstehen und Verarbeiten auf einer tieferen — bzw. höheren — Ebene und hilft unserem inneren Wesen, die Veränderung, die Verwandlung zu integrieren. Rituale helfen uns, die Bedeutung besonderer Situationen hervorzuheben und ihnen Raum und Würde zu geben.
In allen Kulturen gibt es eigene Rituale — rites depassage — für alle großen Übergänge von einer Lebens- oder Daseinsstufe zur anderen. Sie sollen diese erleichtern und gelingen lassen. Denn Altes loszulassen ist oft nicht leicht, und Neues, Unbekanntes erhöht zunächst die Spannung in uns. Da ist etwas Hilfe schon angebracht. Teil aller fruchtbaren Übergangsrituale ist es, Gewesenes anzuschauen, zu erkennen, was es einem gebracht hat, es zu verabschieden und es loszulassen, um Raum zu schaffen für Neues. Gute Rituale stützen sich auf verlässliche, vertraute Muster, lassen aber Raum für Spontaneität und Individualität.

Das Medizinrad - Ein indianisches Ritual

Wie wirkt das Medizinrad?

Das Medizinrad ist ein möglicher Weg, Verbundenheit zur Mutter Erde, zu der Göttlichkeit der Schöpfung zu finden.

Eine Gruppe von Menschen trifft sich für ein Wochenende. Menschen, die meist Interesse daran haben, bewußter, wacher und offener durch ihr Leben zu gehen. Menschen, die eine Leere in sich spüren, die den Drang in sich tragen etwas zu finden, was nicht namhaft und doch wert ist, es zu suchen.
Sie treffen sich, um ein gemeinsames Ritual durchzuführen. Im Vorfeld stehen Information, Aufbereitung, Trance, Einstimmung und Reinigung. Wir trommeln, wir singen und tanzen, erzählen uns unsere Beweggründe und unsere persönlichen Geschichten, teilen uns mit, schenken uns und unsern Anliegen Aufmerksamkeit und Respekt.

Dann das Medizinrad selbst, ein Ritual der Verbindung mit allen Elementen, allen Wesen, ein Ritual zur Heilung der Erde und somit von uns selbst. Wir bringen 36 Steine mit und legen in einem bestimmten Ablauf einen Steinkreis, ein Medizinrad.

Jeder Stein hat einen bestimmten Platz und eine bestimmte Qualität. Wir beginnen mit dem Schöpferstein, der in der Mitte ist, dann legen wir den Inneren Kreis. Einen Stein für die Mutter Erde eine für Vater Sonne, für Großmutter Mondin. Vier Steine für die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Wir bestimmen die vier Himmelsrichtungen. Osten für den Frühling und für unsere Spiritualität, Süden für den Sommer und für unsere Emotionalität, Westen für den Herbst und für unsere Körperlichkeit und Norden für den Winter und für unsere mentalen Fähigkeiten. Anschließend den Äußeren Kreis. 12 Steine, jeder für einen Monat und die 4 Seelenpfade, die zum Schöpferstein führen. Der Legeritus ist beendet, wenn der Kreis mit Maismehl versiegelt ist. Dann liegt es da, das Rad. Ein Symbol für die Unendlichkeit, für Bewegung, für wiederkehrende Abläufe, für das Heilige und Heilende. Wir haben einen Raum geschaffen, der sich sichtbar und fühlbar unterscheidet. Manche spüren unterschiedliche Temperaturen, manche sehen die Farben besser. Spätestens dann, wenn Sie vor dem Eingang stehen, Ihre Bitte dort laut sagen und dann spürbewußt in den Kreis treten, sich führen lassen, mit sich geschehen lassen, spüren Sie diesen hochenergetischen Raum. Sie spüren die Qualität und das Wesen der einzelnen Steine, hören auf Antworten, oder auch auf Fragen, die in Ihnen hochtauchen. Ihre Reise im Medizinrad ist eine einzigartige, Ihrem Fortschritt und Wachstum angepaßt und sie trägt zu Ihrer Heilung bei. Sie spüren den Regen auf ihrer Haut, den Wind, der Ihr Haar trocknet, die Sonne, die Sie wärmt und die Erde die Sie trägt. Sie spüren, daß die Schöpfung in Ihnen ist und Sie in der Schöpfung aufgehoben sind.

Tags darauf reflektieren wir, fragen uns nach der Bedeutung des Erlebten und nach den nächsten Schritten hin zur Veränderung ins alltägliche Leben.

Ein Teilnehmer zur Frage „Wie wirkte auf dich das Medizinrad?“ meinte: „Ich habe die falsche Frage gestellt und die richtige Antwort erhalten.“

Naturvölker wissen um diese Verbundenheit, denn dieses nicht zu wissen, hieße nicht zu überleben. Besser wie Häuptling Seattle kann ich es nicht sagen:

„Lehrt eure Kinder, was wir unseren Kindern lehrten. Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde. Denn das wissen wir: Die Erde gehört nicht den Menschen - der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint.“

 

Portrait: Werner Mikota

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