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Bewusstseinsbildung | Freude am Sein | Lisa Biritz

 

Als ich sehr jung vor über 20 Jahren auf Sun Bear traf, sagte er: „Glaub mir nicht. Probier es aus – und bilde dein eigenes Urteil. Wenn es für dich funktioniert – dann weißt du, es hat für dich Wert.“ Diese Art von freiem Sein und Denken war anders als alles was ich zuvor erfahren hatte, wie ich aufgewachsen und unterrichtet worden war. Es gab mir das Vertrauen in meine eigene Wahrnehmung und in meine eigene Intaktheit als Individuum zurück. Ich probierte es natürlich aus, wie vieles andere in meinen Lern- und Wanderjahren.

Sun Bear lehrte das universelle Wissen seines Stammes und Volkes, wie es seit tausenden von Generationen in mündlicher Überlieferung weitergegeben wird. Er starb 1992. Nun bin ich, inzwischen selbst Lehrerin, eine von vielen die ein fortführendes Glied in der Kette seiner Tradition sind. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen dass ich nie Indianer spielen wollte und es nach wie vor nicht will. Ich bin keine Indianerin. Winnetou zog in meiner Jugend an mir vorbei und ich habe den Schatz im Silbersee nie gelesen. Aber das spirituelle Wissen der Indianer Nord- und Südamerikas, wie es von vielen hervorragenden Lehrern weitergegeben wird, zog mich an. Ich kann gar nicht in Worten ausdrücken wie dankbar ich bin, dass es mir begegnet ist.

Sun Bear war ein Medizinmann des Stammes der Ojibwa in Minnesota. Er war politisch sehr engagiert, denn die Spiritualität aller nordamerikansichen Indianer war während einem großen Teil seiner Lebenszeit bis 1978 verboten. Das ist wahrlich noch nicht sehr lange her. Wenn einer offen seine Rituale oder seinen Glauben praktizierte, ging er dafür ins Gefängnis. Sun Bear auch. Die amerikanische Regierung wußte, welche Kraft in der uralten Weisheit der Indianer lag.
Als junger Mann reiste Sun Bear von Reservation zu Reservation und verknüpfte die Stämme wieder miteinander. Gemeinsam mit vielen anderen erreichte er, dass ihr Glauben mit dem Religious Freedom Act 1978 wieder einen legalen Status erhielt. Es dauerte dann auch nicht lange, dass die Weissen auf ihn und andere Medizinmänner zukamen und darum baten, ihr spirituelles Wissen lernen zu dürfen. Sun Bear war einer der ersten der dies befürwortete, gegen den Widerstand vieler traditionellen indianischen Schamanen. Er wollte den Weissen einen Schlüssel zur Wiederverbindung mit Mutter Erde in die Hand geben. Er sagte: „Egal welche Hautfarbe ein Mensch hat – das Blut in all unseren Adern hat dieselbe Farbe.“

Sun Bear begriff wie wichtig es für die Weissen war, wieder einen Zugang zum alten Wissen zu bekommen. Es war ihm vollkommen klar, dass unsere schamanischen Traditionen und Kulturen im Mittelalter im Zuge der Inquisition systematisch und komplett zerstört wurden. Dass es keine Reste davon gibt außer in unseren Genen, denn dieses Wissen wird mündlich und nicht in Büchern überliefert. Sun Bear, wie auch andere nord- und südamerikanische Indianer die ihre Lehren für die Weissen öffneten, konnte vorgreifen. Er verstand, dass es für die Entwicklung der ganzen Erde von Bedeutung sein würde, dass alle Menschen wieder das Handwerkszeug vom universellen Wissen bekamen.

Diese schamanischen Methoden reichen 45.000 Jahre zurück und gelten als älteste Heilform der Menscheit. Sie entwickelten sich von Naturgesetzen und werden ohne Ausnahme von allen indigenen Völkern praktiziert, die in Harmonie und Balance mit der Erde leben möchten. Egal ob die Indianer in den Amerikas, alte afrikanische Völker, australische Aborigines, siberische oder mongolische Ureinwohner, Eskimos – alle haben ähnliche Praktiken und Rituale um zu heilen und im Einklang mit der Schöpfung zu leben.

Diese Methoden sind: in einem Trancezustand mit der unsichtbaren Welt und ihren Geistwesen zu kommunizieren. Die Unterstützung von Krafttieren zu nutzen. Den energetischen Ursprung einer Krankheit zu extrahieren und entfernen. Zeiten der Visionssuche, Rituale der Initiation und des Übergangs für alle Altersgruppen. Ahnenarbeit. Und Seelenrückholung – die Teile der Seele zurückbringen die uns verlassen haben.

Schamanische Heilmethoden wurden 1980 offiziell von der WHO anerkannt als ebenso wirksam in der Heilung psychosomaticher Beschwerden wie die moderne Psychotherapie. Von diesen alten Heilformen haben sich im ewigen Fluß der Zeiten viele moderne Methoden mit neuen Namen entwickelt, wie etwa Hypnotherapie und Reiki. Das Ziel der schamanischen Methoden ist Glück, Erfüllung, persönliche Kraft und freier Wille, Liebe und Gesundheit im Hier und Jetzt, im Alltag. Sie sind ein Weg zu sich selbst, mit sich selbst, eingebettet in der Umwelt, Natur, Welt und dem Universum; mit allem verbunden. Es gibt keinen Guru oder Priester als die einzige Verbindung zum Göttlichen; jeder hat und ist diese Verbindung.

Das was mich damals, als junger und kritischer Mensch, diesen Weg hat weitergehen lassen ist am deutlichsten symbolisiert in der Form des Kreises: ob in einer indianischen Schwitzhütte, in einem Medizinrad oder in einem Talkingstick-Circle. In einem Kreis sind alle gleich, sagte Sun Bear, sagt dieses alte Wissen. Es gibt keine Hierarchie, keiner ist besser oder klüger als der andere. Jeder ist da um zu geben und zu lernen – auch der Lehrer. Und jeder hat da Platz, ist willkommen, egal ob er an den Großen Geist glaubt oder Jesus, an Allah oder Shiva.
Im Kreis lernte ich Rituale die erdig und praktisch sind. Es war kein theoretisches Wissen – ich erlebte hautnah und pragmatisch das alle beseelt ist. Die Natur spricht, ein Stein und ein Baum können erzählen. Und Geistwesen sind wirklich seit Aeonen da, um uns Menschen zu helfen. Sie warten nur darauf, mit uns in Kommunikation zu treten; zu lange waren sie arbeitslos. Ich verstand endlich meine Begegnungen mit Waldgeistern und Engeln als Kind - dass diese keine Einbildung meiner sogenannten blühenden Fantasie war, wie mir meine Umgebung erklärte. Mein Weg wurde klar, ich erkannte meine Lebensaufgaben. Es funktionierte wirklich und ICH HATTE SPASS UND FREUDE am Sein. Meine Seele blühte auf. Und das überzeugte mich.

Heute bin ich diejenige, die den Besuchern meiner Seminare sagt: „Glaub mir nicht. Probier es aus – und bilde dein eigenes Urteil. Wenn es für dich funktioniert – dann weißt du, es hat für dich Wert.“.“

Lisa Biritz, www.lisrainbow.com, ist spirituelle schamanische Lehrerin und begleitet auch beim Schwimmen mit freien Delphinen und Walen. Die Mutter von zwei Kindern wuchs in Österreich und den USA auf und studierte Journalismus. Ihre wichtigsten spirituellen Lehrer waren Sun Bear, Osho, der Buddhismus, sowie ihre Begegnung mit der Natur, Walen und Delphinen

 

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