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MEINE Geschichte – eine Parabel!  
                             

Vor mehreren Jahrzehnten hatte ich wieder einmal den Wunsch, auf die Erde zu kommen und mich in menschlicher  Form zu inkarnieren, wie schon einige Male zuvor: Also ging ich zu Gott und trug ihm mein Anliegen vor.

Er fragte mich, warum ich schon wieder gehen wollte? Ich sagte: Schau, lieber Gott, die meisten Menschen sind so traurig, sie haben so viele Ängste und Sorgen und ich möchte ihnen helfen, wieder zu lernen und zu erkennen, wer sie wirklich sind und in Liebe und Freude zu leben, so wie hier! Hilf mir bitte  Eltern zu finden, die mir genau diese Möglichkeiten bieten können und außerdem hab auch ICH noch vieles zu Lernen!

Da meine Bitte so inständig war, willigte Gott ein und versprach mir zu helfen. Er sagte zu mir: „Gut, wenn es dein Wunsch ist, werde ich dir helfen. Bedenke aber, wenn du wieder auf der Erde bist, wirst du alles vergessen haben, was du hier oben warst und wirst dir alles wieder schwer erarbeiten müssen! Es wird ein hartes Stück Arbeit und es werden eine Menge Schwierigkeiten und Prüfungen zu bewältigen sein.

Mein Entschluss stand fest und Gott gab mir seinen Segen. Wir suchten also Eltern für mich aus und ich ging wieder auf die Erde! Meine Geburt 1960 war ohne Komplikationen und meine Eltern hatten große Freude, als ich endlich da war und sie liebten mich sehr! Ich wuchs zuerst in einem Wohnwagen direkt am Meer  und dem schönsten Sandstrand von Wales auf. Somit entwickelte sich mein Freiheitsdrang. 1965, mit 5 Jahren übersiedelten wir nach Malaysia. Auch dort konnte ich meine Freiheit voll ausleben und ich lernte andere Völker & Kulturen kennen. Bei den Ureinwohnern, den Orang Aslis lernte ich den Ausgleich zwischen Geben & Nehmen, Hilfsbereitschaft sowie die Tage anzunehmen wie sie sind. 

Nach 3 schönen Jahren, also 1968 beschlossen meine Eltern, die Heimfahrt mit dem Auto anzutreten, um noch mehr von der Welt zu sehen und zu entdecken. Und so wurde mein Horizont für andere Länder & Kulturen erweitert.  Fast 1 Jahr dauerte dieses spannende Abenteuer  durch die halbe Welt und ich musste vor allem nicht in die Schule! Wir bereisten die Länder: Malaysia, Singapure, Indien, Pakistan, Afganistan, Iran, Irak, Libanon, Syrien, Türkei, Bulgarien, Rumänien, Jugoslawien, Ungarn, Österreich, Belgien, Holland bis wieder zurück nach England. Durch die vielen Menschen die wir kennen lernten, stärkte sich meine Kontaktfreudigkeit und da wir meistens auf engstem Raum im Auto campten & schliefen, lernte ich die bedingungslose Liebe meiner Eltern kennen sowie auch unkompliziert und anspruchslos durchs Leben zu gehen  und wenn uns etwas fehlte, lernte ich  von meinem Vater zu improvisieren, und einen gesunden Hausverstand zu entwickeln. Ich lernte wie schön das Leben ohne Zwänge war!

Doch dieses Gefühl änderte sich abrupt, als uns 1 Stunde vorm Ziel in Wales, ein Auto durch Aquaplanning frontal rammte und meine Mutter nach 35.000 km unfallfreier Fahrt, 30-jährig aus dem Leben gerissen wurde. Nun lernte ich Verletzlichkeit, Trauer & Loslassen kennen.  Mein Vater, durch die Umstände schwer geschockt, musste nach einiger Zeit wieder seine Arbeit in England aufnehmen. Da ich ein relativ verwöhntes und wildes Kind war und meine Umgebung damit nicht klar kam, wurde  ich nach Wien in eine katholische Klosterschule gesteckt und dort diszipliniert, wie es so schön hieß! So lernte ich Disziplin  kennen und  erfuhr was  Alleingelassen, Ohnmacht, Verzweiflung, Ausweglosigkeit und Wut bedeutete und lernte dadurch wiederum Hinnahme, Akzeptanz und vor allem Durchsetzungsvermögen.

3 Jahre, von 1969-1971 dauerte dieser Lernprozess, wobei sich mein Kampfgeist enorm entwickelte. Eine neue Veränderung stand ins Haus, ich kam Ende 1971 ins Burgenland und bekam auch noch eine neue Mutter, Linde.  Das Wort Stiefmutter, nehme ich nicht gerne in meinem Wortschatz auf, da es mich immer an Schneewittchen erinnerte und dem war nicht so! Auf alle Fälle war ich so gar nicht erfreut, dass ich meinen endlich zurück gewonnenen Papa wieder teilen musste. Ich reagierte mit Bock & Trotz und holte mir meine Aufmerksamkeit durch ständiges Unruhestiften. So lernte ich meine Macht kennen, die mir aber damals mehr schadete als nützte und ganz zum Leidwesen meiner Eltern war. Ich denke, dass sich Linde schon nach ein paar Wochen gedacht hat: Mein Gott, was hab ich mir da angeheiratet und mein armer Papa, der sowieso nie streiten mochte, wurde zwischen Frau und Tochter hin & her gerissen.  Aber dann bekam ich 2 entzückende Brüder und ich hatte einen neuen Aufgabenbereich. Christian ersetzte mir meine Puppe und ich lernte wie man einen Menschen umsorgt und meine Mütterlichkeit kam hervor.  Markus, kam schon etwas kürzer dran, da sich mit 14 Jahren mein Augenmerk schon eher den Burschen zuwandte.

Um den Hausfrieden wieder herzustellen, beschloss ich, meine eigene Familie zu gründen und stürzte mich voller Euphorie mit 17 Jahren in die Ehe mit Gerhard, einen ausgezeichneten Fußballer. Er hatte schon ein eigenes Auto und war 4 Jahre älter. Ich schwebte auf Wolke 7 und wusste: DAS IST ER! Alles Reden von Seiten meiner Eltern, doch zuerst die Handelsakademie abzuschließen, scheiterte. Denn dieser Mann würde für mich sorgen und ich bräuchte sowieso NIE zu arbeiten!! So lernte ich meinen eigenen Weg zu gehen. Im Juni 1978 wurde geheiratet und im Oktober kam schon mein Sohn Andreas zur Welt. Nun wollte ich alle bis dahin erlernten Fähigkeiten in diese kleine Familie stecken.  Doch das Glück hielt nur für kurze Dauer und wieder passierte ein Unfall, diesmal ein Sportunfall während eines Fußballspieles gegen dem GAK, der alles veränderte. Insgesamt dauerte meine Ehe 10 Jahre, wobei  8 Jahre geprägt waren durch Alkoholexzesse, Spielsucht & Ohnmacht. In dieser Zeit lernte ich Rücksichtnahme, vor allem gegenüber meinen Kindern, Durchhaltevermögen & Bescheidenheit, um nicht unter zu gehen. In dieses Dilemma hinein, wurde meine Tochter Michaela 1980 geboren. Endlich hatte ich mein Pärchen! Beide Kinder gaben mir immer wieder die Kraft durch zu halten und ich versuchte, so oft meine stark strapazierten Nerven es zuließen, ihnen  eine harmonische Kindheit zu bieten.

Ich fühlte mich der Situation hilflos ausgeliefert, ohne Schulabschluß, ohne Arbeit, einen alkoholkranken Mann und 2 kleinen Kindern. Ich fühlte mich wertlos und mein ganzes Selbstvertrauen war wie weg geblasen. Die Jahre vergingen und ich sah keinen Ausweg! Doch eines Abends, nach einem Elternsprechtag lernte ich meinen späteren Lebensgefährten kennen. Mit seiner humorvollen Art  zog er mich bald in seinem Bann und wir trafen uns öfters und führten endlose, lange Gespräche. Mein Selbstvertrauen begann wieder zu wachsen und ich beschloss meine miserable Ehe zu beenden. In dieser  Zeit half mir besonders meine beste Freundin, die mich seit meinem 15. Lebensjahr begleitete. Es kam zur Scheidung und ich lernte verzeihen und wiederum loszulassen. Wir zogen  in eine kleine gemeinsame Wohnung  mit den Kindern und wiederum verbrachten wir 10 schöne Jahre zusammen. In dieser Zeit stand meine Weiterentwicklung und Weiterbildung im Vordergrund. Zuallererst machte ich den Führerschein und meine berufliche Laufbahn begann mit Putzarbeiten in diversen Geschäften und Haushalten. 1990 zogen wir dann in eine größere Wohnung. Diese Wohnung vermittelt mir Schutz & Geborgenheit und ich genieße es immer wieder aufs Neue heim zu kommen. 

Nun, nach der Scheidung, begann mein beruflicher  Aufstieg und zwar im Verkauf. Später in einem Büro und ich lernte das erstemal mit einen Computer umzugehen. Hier lernte ich Kollegialität, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Konfliktlösung. Nach 6 Jahren öffnete sich eine weitere Tür und eine Stelle im Tourismusbüro wurde frei. Ich bewarb mich und bekam die Stelle und  dazu noch eine recht diktatorische Chefin, die mir wieder mal 10 Jahre lang  Perfektionismus, Überkorrektheit, Streßtauglichkeit, Kritikfähigkeit, Pünktlichkeit und Demut lehrte. 

Nicht sagen zu dürfen, was ich dachte…
nicht sagen zu dürfen, was ich fühlte…
nicht sagen zu dürfen, was mich störte… all das steckte in dem Wort Demut, einfach die Arbeit anzunehmen wie sie ist.

Als Gegenleistung war es eine sehr gut bezahlte Arbeit, 2 Minuten vor der Haustür und ich lernte enorm viel und viele, interessante Leute kennen. So lernte ich Respekt & Achtung! Wieder mal nach 10 Jahren (anscheinend ist das mein biologischer Rhythmus) müde und ausgelaugt von der ständigen Dominanz meiner Chefin, beschloss ich mein eigenes Cafehaus im Haus meiner Familie zu eröffnen.  Dazu benötigte ich eine große Portion Mut & Selbstvertrauen!  Mittlerweile vergingen wieder Jahre und ich lernte in dieser Zeit viele neue Menschen kennen, vor allem lernte ich meine wahren Freunde kennen, Freundschaft & Loyalität bereicherte nun mein Leben. Und es hat sich mittlerweile als meine größte Herausforderung herausgestellt!

In all dieser Zeit  lernte ich kennen, wie wichtig es ist, eine Familie zu haben.  Und daher gebührt mein größter Dank meinen Eltern, die seit der Scheidung immer für mich da waren, die ohne viel zu fragen, immer hinter mir standen. Meine Brüder, die immer ein offenes Ohr für mich hatten und vor allem meinen Kindern, die trotz der nicht so leichten Kindheit zu ganz tollen, fleißigen & liebenswerten Menschen heran gewachsen sind & gute Partner gefunden haben. Somit lernte ich Wertschätzung!

Und diese wichtigen Menschen in meinem Leben sind immer bei mir. Dafür bin ich sehr dankbar und somit lernte ich Dankbarkeit.

20 Jahre  meines  Lebens verbrachte ich in stationären Beziehungen (wie wir in unserer Runde zu sagen pflegen), nun lebe ich  in einer „ambulanten“ Beziehung, die ich immer mehr genieße.  Hier lerne ich vor allem Toleranz, Kompromissbereitschaft und Geduld zu üben! Wobei es mit der Geduld in ALLEN Lebenslagen noch recht happert. Diese Eigenschaft zu erlernen, ist für mich die größte Lernaufgabe und ich denke, dass ich dazu noch Jahre benötigen werde.  Aber auch hier bin ich optimistisch, denn ich weiß, dass ich „gesund“  100 Jahre alt werde und demnach noch 50 Jahre Zeit habe, die „Geduld“  zu erlernen!

2009 gründete ich Bamboo-Spirit, eine Marketing-Plattform für Energethiker in den Bereichen Gesundheit, Spiritualität, Körper, Geist & Seele sowie Bewusstseinsbildung. Mit meiner Partnerin Andrea Rausch und meinem Team im Hintergrund haben wir nun in 5-jähriger Entwicklungsarbeit eine Plattform geschaffen, die nach oben hin wachsen kann!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass mein Leben bis jetzt trotz allen Prüfungen  wunderbar verlaufen ist und es auch in Zukunft so sein wird! Wenn ich so zurück blicke hat es einige Phasen gegeben, auf die ich nicht so stolz bin, aber auch diese gehörten zum Lernprozeß des Lebens dazu!
Ich möchte mich bei allen, die bis jetzt mein Leben mit mir geteilt haben, bedanken, und dass ihr mir die Möglichkeit gegeben habt, zu wachsen und  zu reifen und  mich so zu akzeptieren, wie ich bin!

Ich bin gesund, zufrieden, liebe meine Unabhängigkeit, meine erweiterte Familie mit meinen 2 Katzen und meinen beiden Enkelkindern!

Ein  Leitsatz, der mir immer wieder weiter geholfen hat, lautet:

Wenn du unzufrieden, unglücklich oder Dein Leben unerträglich findest, so gibt es 3 Möglichkeiten:
verlasse diese Situation oder
verändere die Situation  und wenn beides nicht geht
akzeptiere die Situation und mache das Beste daraus,

nur so übernimmst Du die Verantwortung für Dein Leben!

Herzlichst April Fasching

 

   
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